Norakuro
Norakuro gehört zu den frühen Klassikern des japanischen Manga und wurde von Suihō Tagawa für Shōnen Kurabu geschaffen. Die Hauptfigur ist ein kleiner schwarz-weißer Streunerhund, dessen Name sowohl an einen herrenlosen Hund als auch an die Farbe Schwarz erinnert. Optisch lebt die Reihe vom Charme alter Cartoonfiguren, mit klaren Formen, lebhafter Mimik und viel körperlichem Humor. Gleichzeitig ist Norakuro eng mit der Vorkriegskultur Japans verbunden, denn viele Geschichten spielen in einem Regiment aus Hunden und nehmen später deutlich den Ton militärischer Propaganda an. Für Sammler ist das Thema deshalb doppelt spannend: als niedliche, nostalgische Tierfigur und als wichtiges historisches Zeugnis der frühen japanischen Comic- und Charakterkultur.
Norakuro beginnt als armer Streunerhund, der dem Regiment der wilden Hunde beitritt und dort seinen Platz unter den anderen Tiersoldaten sucht. Die frühen Episoden wirken vor allem komisch, mit Missgeschicken, Strafen, kleinen Erfolgen und seinem langsamen Aufstieg in der Truppe. Mit dem dunkler werdenden Zeitgeist entfernen sich die Geschichten jedoch vom harmlosen Kasernenhumor und zeigen zunehmend Feldzüge gegen feindliche Tierarmeen. Nach dem Krieg kehrte Norakuro in sanfteren zivilen Rollen zurück, wodurch die Figur eher als nostalgisches Maskottchen denn nur als Kriegsfigur weiterleben konnte.
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GA-72 • Norakuro
1976 • / Norakuro / Chogokin / Popy • GA SeriesPlease Registrieren to use this feature
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